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  • 16. Apr. 2007

    Jawohl! Es hat etwas gedauert, aber nach einer knappen Woche, haben wir heute endlich mal etwas Luft, um den ersten Bericht abzugeben! Aber damit liegen wir ja immernoch in meinem (selbst festgelegten) Plan, mindestens einmal die Woche zu schreiben :-)!

    Uns geht es saugut! Hanoi und was wir bis jetzt sonst schon so gesehen haben, ist einfach nur spitze! Aber jetzt mal etwas im Detail!

    Wir sind letzten Dienstag nach knapp 24 h super muede in unserem Hotel (Hong Ngoc in der Hang Bac Str.) angekommen. Der Flug mit Thai Airways war wirklich super. Schon alleine die Menue-Karte (!!!!!) hat uns flugerfahrene Traveller etwas ueberfordert (haeh? Was kann man sich da denn jetzt von aussuchen???). Und das Menue (war dann auch nicht anders, als sonst) war echt lecker! Es geht also….. Aber eigentlich war ich ja beim Hotel!

    Das kann man wirklich nur weiterempfehlen: einfach, aber dafuer nett und sehr sauber! Da hatten wir beide wohl was anderes erwartet! Nach einem Mini-Nap ging es dann am Dienstag direkt erst einmal zu unserer Partner-Organisation hier vor Ort – schliesslich mussten noch die letzten Details der ersten 10 Tage geklaert und die Tour auch bezahlt werden. Das klingt erst einmal einfacher als gesagt, denn obwohl das Buero nur um die Ecke (wortwoertlich) von unserem Hotel liegt, galt es die erste Barriere zu nehmen: die Strasse zu ueberqueren! Und damit kommen wir zum ersten Kapitel der Hanoier Erfahrungen: Mopeds (oder Moffas* / wie Steffi sagen wuerde :D)!

    Von Mopeds und Moffas!
    Es ist wirklich absolut unglaublich, was hier auf den Strassen der Altstadt (und auch sonst los ist). Da gibt’s nicht von wegen warten bis die Strasse frei ist! Die ist nie frei! Also: Augen zu und durch – oder besser: einfach durchschlaengeln. Nach einer Zeit und vielen Mini-Adrenalinstoessen spaeter (faehrt das Moffa wirklich um mich herum???) klappt das dann aber ganz gut, man darf sich nur nicht von dem dauerhaften Hupen irritieren lassen – das ist hier das Einzige, was irgendeiner Regel folgt: einfach immer Hupen!!!!

    So, nun zurueck zu unserer Tour: nach den ersten Erkundungen am Dienstag, haben wir dann am Mittwoch die volle Sightseeing Tour zu Fuss durchgezogen: altes Altstadt Haus in der Ma May Street (sehr eng und dafuer umso laenger), Hoan Kiem See mit dem Jadeberg Tempel (immerhin der erste von vielen Tempeln fuer uns in Vietnam), dann durch den Moffa-Dschungel zum Literaturtempel mit Zwischenstopp im Nokia Store und Kauf einer Prepaid Sim-Karte (fuer nur VND 75.000 mit 50.000 Guthaben – mit denen man super guenstig SMS nach Deutschland schicken kann – haette man nur alle Nr. dabei 🙁 ). Der Literaturtempel war wirklich sehr beeindruckend – zumal sehr gruen und ruhig und damit der perfekte Gegenpol zum Treiben ausserhalb! Und man konnte endlich mal wieder durchatmen: der Smog auf den Strassen ist echt extrem und das obwohl es zu diesem Zeitpunkt nur milde 22 Grad warm war!

    Jetzt mal ne Runde kuerzer: waren anschliessend noch am Ho Chi Minh Mausoleum, dem Westsee (fuer die Muensteraner: viele weisse Schwan-Tretboote, aber kein einziger schwarzer Schwan :D), haben die Zitadelle, wie im Reisefuehrer beschrieben, gesucht und nicht gefunden, die Strassen der Altstadt durchforstet und die St. Josephs Kathedrale endlich gefunden. Zum Abschluss des ersten Tages gab es dann eine Show im Wasserpuppen-Theater (etwas kitschig, aber irgendwie doch suess!)

    Tag 3: Die Parfuem Pagode
    Oh je, muessen uns etwas beeilen – der Magen knurrt und es gibt noch sehr viel zu erzaehlen! Also, nach der Warnung, dass die Pagode noch total ueberfuellt von Pilgern ist (Neujahrs-Festival), sind wir trotzdem mit dem Bus und dann dem Boot zu der Hauptpagode gerudert worden. Im Vergleich zu den meisten anderen, auslaendischen Touristen, haben wir uns dann in der prallen Mittagssonne tatsaechlich an den Aufstieg auf den Berg zu Fuss gemacht. Nachdem wir zuvor den ersten Kontakt zum wirklich vietnamesischen Essen hatten (inkl. totem Hund auf dem Haken vor dem Restaurant). Gut, da war ja was (kurz und knapp). Hochroter Kopf, schweiss-gebadet, aber sau-cool – trotz der ueberfuellten Grotte und der tausend Staende am Weg.

    Tag 4: Auf nach Binh Luc
    Wir wurden von unserem eigenen Fahrer und Tour Guide am Morgen (ja, ja, so viel zum Backpacker Urlaub :D) abgeholt und sind dann zu einem unserer Projekte – dem Kinderheim in Binh Luc – gefahren. Im Vergleich zum Vortag eine Erfahrung ganz anderer Art. Trotz der wirklich sehr, sehr einfachen Umstaende waren wir sehr von der liebevollen und vor allen Dingen gut organisierten Betreuung der Kinder beeindruckt. Neben dem Kontakt zu den Kindern, war es einfach toll, dass wir mit den Betreuerinnen fuer die Kinder (und uns) kochen durften – wir haben mit unseren Fruehlingsrollen-Roll-Kuensten sehr beeindruckt 😀 Die Uebernachtung im nahe-gelegenen Hotel war etwas weniger beeindruckend: nach unserem „Luxus“-Hotel in Hanoi, konnte dieses uns nicht so ganz mit seinem realsozialistischem Charme ueberzeugen.

    Tag 5: Friendship Village
    Ein auf andere Weise sehr beeindruckendes Projekt, ist das Friendship Village in Hanoi, zu dem wir am naechsten Tag aufgebrochen sind. Hier leben Kinder und Veteranen, die durch den Einsatz von Agent Orange im „amerikanischen“ Krieg zum Teil schwerst behindert sind. Man konnte direkt bemerken, dass hier im Vergleich zum Kinderheim in Binh Luc viel mehr internationales Geld steckt (im Uebrigen auch sehr viel aus Deutschland…): die Haueser viel besser in Schuss, jedes Kind hatte sein eigenes Bett (in Binh Luc z.T. ein Bett fuer drei Kinder), viel, viel weitlaeufiger und westlicher Aufmachung.

    Tag 6 und 7: Mai Chau
    Erst frisch zurueck sind wir aus dem Mai Chau Tal, in dem wir die letzte Nacht bei einer schwarzen Thai-Familie verbracht haben. Das klingt etwas persoenlich als es war, da der Homestay doch sehr touristisch ausgelegt ist. Dennoch aber sehr cool, denn das Tal ist einfach wunderschoen, die Menschen wahnsinnig freundlich und eine Uebernachtung im offenen Stelzenhaus mit fiesen Spring-Spinnen (aber nicht viele und wir waren sowieso tapfer!) absolut aufregend. Unsere „Trekking-Tour“ gestern bestand aus einem 7 km Spaziergang durch das Tal und viele verschiedene Doerfer. Bei knapp 35 Grad (jawohl, doch mehr als in Deutschland :P) und knallender Sonne genau das Richtige. Und die Landschaft: Toll!

    Mittlerweile sind wir wieder in Hanoi und werden hier heute unsere letzte Nacht verbringen. Das Restaurant ist schon ausgesucht (da gibt’s sogar Cocktails!!!). Hoffen wir, dass es jetzt noch mit dem Hochladen der Bilder klappt, damit wir schnell was essen koennen! (ok, muesst ihr Euch derzeit noch woanders ansehen:fotos.web.de/sonjaranft/Vietnam)

    Viele Gruesse in die deutsche Heimat senden Euch die Begeisterten.

    Steffi und Sonja

    * ja, wir wissen, Moffa schreibt man eigentlich Mofa, aber Moffa entspricht eher Steffis Aussprache/Dialekt :D!

    3 Kommentare »

    1. Chris schreibt:

      Hi ihr beiden, das erste „Comment“ gehört mir :-P. Schön zu hören, dass es euch so gut gefällt. Noch ganz ganz viel Spaß und eine tolle Zeit.

      Gruß Chris

      17. Apr. 2007 | #

    2. JK schreibt:

      Bin absolut neidisch! Will auch Urlaub! Genieß es – haste verdient!

      17. Apr. 2007 | #

    3. nicole schreibt:

      huhu kt – das hört sich alles traumhaft an 🙂 bin sehr neidisch und gespannt auf weitere berichte!!
      viel spaß euch noch und liebe grüße aus kölle!

      ps: zusammenhangslos fällt mir noch eine heutige entdeckung ein: wenn du meinen namen bei google bilder eingibst, kommt dein bild!! lustig, oder?!

      18. Apr. 2007 | #

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